In einem Wald bei Cuxhaven werden die Veränderungen des Magnetfeldes der Erde gemessen. Mit hochempfindlichen Präzisionsapparaten bestimmt ein Elektrotechniker weitab vom störenden Elektrosmog der Städte für das Geoforschungszentrum Potsdam die täglichen Schwankungen und Feldstärken unseres Erdmagnetismus.
Gut 3000 Kilometer tief unter dem Waldboden liegt dieses geheimnisvolle Kraftwerk, das seit Jahrmilliarden das Magnetfeld der Erde schafft.
Es entsteht, so viel weiß man, durch Drehbewegungen zwischen dem flüssigen äußeren und dem festen inneren Kern. "Geodynamo" nennen es manche Wissenschaftler daher. Doch warum es sich dreht, darüber gibt es viele mögliche Erklärungen, aber keine endgültige Gewissheit. Wer religiös ist, mag auch eine göttliche Kraft dahinter vermuten. Man sieht es nicht, hört es nicht, riecht es nicht - und doch erfasst es den gesamten Erdball. Manche Tiere haben Rezeptoren dafür entwickelt. Zugvögel, Tauben oder auch Wale nutzen das Magnetfeld der Erde zur Orientierung. Der Mensch nutzt diese Kraft eher handfest, seit Seefahrer sie vor Hunderten vor Jahren für sich als Navigationshilfe entdeckt hatten, um den magnetischen Nordpol zu bestimmen.
Aber das Magnetfeld wirkt eben nicht nur an der Erdoberfläche. Anteile davon umgeben in mehr als 100 Kilometer Höhe die Erde wie eine unsichtbare Hülle, die als Schutzschild gegen gefährliche kosmische Strahlung funktioniert. Doch um gut zehn Prozent ist die Stärke geschwunden, seit der Mensch vor 170 Jahren begonnen hat, es wissenschaftlich zu messen.
Den vollständigen Bericht findest du unter: www.abendblatt.de
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